Braun statt Grün-Weiß: Nazis sind keine Engel
Montag, 5. September 2011, 20:14 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Montag, 5. September 2011, 22:07 Uhr
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Die Fanszene der SG Leipzig-Leutzsch ist rechtsoffen bis offen rechts – das hat das Sachsenpokal-Spiel gegen den Roten Stern Leipzig gezeigt

Das Ergebnis war nur Nebensache. Die Sterne gingen beim selbsternannten Nachfolger des FC Sachsen unter, die SG Leipzig-Leutzsch siegte mit 10:0. Der sportliche Wert: überschaubar. Umso aussagekräftiger war der politische Gehalt der Partie. Im Vorfeld hatten Fans der SGLL auf Flyern mit rechten Parolen keinen Zweifel an ihrer antiantirassistischen Einstellung gelassen – auf den Rängen wurde dieser Eindruck bestätigt. 1280 Zuschauer sollen offiziell in den Alfred-Kunze-Sportpark gekommen sein, darunter 500 Unterstützer des Roten Sterns – und zahlreiche offene oder verkappte Nazis auf der Gegenseite.

Prominenter Neonazi in der Kurve

Die SG Leipzig-Leutzsch hat den FC Sachsen längst rechts überholt. Der überregional bekannte Neonazi Thomas Gerlach steht sinnbildlich für die braune Ideologie, die weite Teile der SGLL-Fanszene durchdrungen hat oder dort zumindest auf wohlwollende Duldung trifft. Gerlach ist ein lautstarker Vertreter des vermeintlich kleinen und gemeinen Fans, eine Stimme von unten. Regelmäßig garniert er in seinem Blog seine unreflektierte Kritik am Fußballengagement von Red Bull in Leipzig mit antisemitischer Hetze – „Rattenball“ heißt das Projekt Bundesliga in Gerlachs Jargon, der keine Unterschiede zur NS-Propaganda erkennen lässt.


Der Neonazi Thomas Gerlach (vorne rechts) steht bei der SG-Leipzig-Leutzsch in der ersten Reihe. Quelle: Facebook (http://www.facebook.com/photo.php?
fbid=164991600248104&set=a.164988230248441.42709.130382467042351), 5. September 2011

„Wenn das der Führer wüsst‘ …“

Natürlich war Gerlach bei dem Spiel gegen den Roten Stern präsent. Aber er ist nur der prominenteste Vertreter, der im SGLL-Umfeld mehr oder weniger offen für rechtes Gedankengut wirbt. Jürgen Kasek, Grünenpolitiker und Rechtsanwalt, sagt gegenüber LVZ Online (der Recherchepreis geht an Matthias Puppe):

Schon als wir am Stadion ankamen, riefen uns Fans der SGLL zu: Teutonisch, barbarisch, wir Leutzscher, wir sind arisch. Das setzte sich auch während des Spiels fort. (…) Zum Teil gab es da unfassbare Beleidigungen, antikommunistische, und pro-deutsche Sprüche aus dem Publikum, während auf der Gegengeraden die ein oder andere deutliche Armbewegung gezeigt wurde und ähnliche Meinungsäußerungen weder zu übersehen noch zu überhören waren. (…) Nach dem Spiel rief mir dann auf dem Parkplatz ein älterer Mann zu, man solle uns alle ausräuchern.

Kaseks Parteifreundin Monika Lazar, selbst für die Frauen des Sterns aktiv, sekundiert an gleicher Stelle:

Das war gestern in mehreren Hinsichten kein schönes Erlebnis. Neben Gesten aus dem Leutzscher Fanblock, wie dem ‚Kühnengruß‘ und rechtsnationalen Kleidungsstücken, sind mir mehrere unangenehme Sprechgesänge in Erinnerung geblieben.

Lazar berichtet von den bekannten Leutzscher Ausfallerscheinungen: „Nur ein Leutzscher ist ein Deutscher“ wurde ebenso angestimmt wie „Wir sind frei, sozial und national“ sowie das sogenannte Füherlied: „Wenn das der Führer wüsst‘, was Chemie Leipzig ist, dann wär‘ er nur in Leutzsch, denn Leutzsch ist deutsch.“

Im Spielbericht des Roten Sterns („In Dölitz wär‘ das nicht passiert“) heißt es ebenso kurz wie treffend:

Das Grün-Weiß des Jahres 2011 hat sich farblich in ein tristes Grau bzw. in ein politisches Braun verändert und ist einfach nur ein Hort von Dumpfbacken, intoleranten Hauptschülern und auch offen agierenden Neo-Nazis. Kurz: Heimat des gesellschaftlichen Bodensatzes! Über weite Strecken des Spiels waren schwulenfeindliche, rassistische und teilweise auch offen rechtsradikale Verlautbarungen zu hören. „Leutzsch-Deutsch“ im Wechselgesang gehörte ebenso zum Repertoire (@SGLL, Fremdwort für: Programm) wie das „Führer-Lied“ oder ein mehrfaches „Heil“ auf die verbale Ultra-Forderung „Sieg!“.

„Völkische Festspiele zu Leipzig-Leutzsch“

Auf intergalactic-jesters.de schreibt „lohsi“ von „völkischen Festspielen zu Leipzig-Leutzsch“:

Nicht verschwiegen werden darf leider das Drumherum. Denn das Pokalspiel entwickelte sich immer mehr zu völkischen Festspielen, der Kunze-Sportpark zur national befreiten Zone. Hatten Leutzscher Fans anfangs noch ein Plakat enthüllt (sinngemäß „ob jung oder alt, ob dick oder dünn, ob schwarz oder weiß, willkommen“, präsentierten die aktiven Fans schließlich die Spruchbänder „Fußball bleibt Fußball“ und „Politik bleibt Politik“. Und während sie rund 15 Minuten lang echten Support boten, drehte die Stimmung immer mehr. Motto des Tages wurde „Nur ein Leutzscher ist ein Deutscher“. Was einst als Provokation des SED-Regimes galt, ist heute nur noch plumper Nationalismus.

Plötzlich wurde es auch bei einem Zehn-Mann-Haufen auf der Stehtribüne („Nur ein Leutzscher ist ein Deutscher“) und auf dem Dammsitz (drei Mal dürft ihr raten…) laut. Diejenigen, die zuvor noch ihren Verein unterstützten, brüllten natürlich mit und nix anderes mehr. (…)

Ein Blick auf das Publikum offenbarte jedenfalls, dass hier die wenigsten Grün oder Links wählen. Thor Steinar, Handbewegung gen tief stehende Sonne… Leider kann man nicht mal sagen, dass nur die Gäste dieses Publikum angezogen hätten. Denn man kannte sich, grüßte sich. So mancher stramme Nazi hielt regelrecht Hof. Auch die scheinbar „normalen“ Fans störten sich daran nicht, echauffierten sich lieber über die linken Chaoten „da drüben“. Meine Nachfragen, ob die Nazis „hier unten“ besser seien, blieben dann aber doch unbeantwortet.

Der Schiedsrichter wollte von den Nazi-Parolen nichts wissen

Bei LVZ Online kommt auch ein Spieler des Roten Sterns zu Wort:

Als wir in der zweiten Hälfte vor dem SGLL-Fanblock spielen mussten, wurden wir mit ‚Roter Stern, Juden, Juden, Juden‘ belegt (Dazu sollen chronik.LE Audiomitschnitte vorliegen, bp). Und das nicht nur einmal. (…) Ich habe den Schiedsrichter dann drauf hingewiesen, dass er bitte dem Stadionsprecher Bescheid geben soll, um dies zu unterbinden. Doch der wollte davon nichts wissen.

Andere RSL-Spieler monierten nach LVZ-Online-Recherche homophobe Beleidigungen wie „schwule Sau“ oder „Schwuchtel“. Der oben zitierte Spieler war enttäuscht von dem Unparteiischen:

Er sagte nur, er schreibt es sich auf und wird die Sprüche später im Spielberichtsbogen vermerken. Dort steht jetzt aber nichts drin.

Für Jamal Engel ist Politik Privatsache

Mit diesen Berichten konfrontiert, erwidert SGLL-Vorstand Jamal Engel gegenüber LVZ Online:

Ich befasse mich nicht mit Politik. Im Spielberichtsbogen steht nichts dergleichen drin, also muss ich mich auch nicht damit befassen. (…) Bei uns stehen Linke, Rechte und Menschen aus der Mitte zusammen im Block. Nur Extreme bleiben draußen. (…) Mich interessiert nicht, welche Gesinnung jemand hat. Schließlich gibt man bei Wahlen seine Stimme ja auch geheim in einer Wahlkabine ab. (…) Der Rote Stern ist einfach nur ein schlechter Verlierer. Die wollten nach dem 7:0 aufhören und haben deshalb den Schiedsrichter angesprochen. Wenn sie sportlich ihr Ziel nicht erreichen, dann wohl eben auf diese Art. Das ist eine absolute Frechheit. (…) Die missbrauchen den Fußball, um Politik zu machen. Ich wurde als Nazi beschimpft, unsere Spieler wurden als Nazis beschimpft, unsere Fans, darunter viele Kinder, wurden auch als Nazis beschimpft

Beschimpft? Oder nicht doch auf der Grundlage empirischer Beobachtungen beurteilt? Vielleicht sollte Jamal Engel noch einmal in sich gehen und die Ereignisse des vergangenen Wochenendes reflektieren. Unter dem Deckmantel vermeintlicher Toleranz erliegt der SGLL-Vorstand nicht nur einem verqueren Politikverständnis, sondern wäscht ganz nebenbei auch Nazi-Ideologeme rein: als vermeintlich legitime Strömungen in der Gesellschaft, die es zu tolerieren gilt. Wer so argumentiert, ist nicht weit davon entfernt, einer Gesellschaft der in Ansätzen Freien und Gleichen verbal den Boden unter den Füßen wegzuziehen.

Die SG Leipzig-Leutzsch hat ein Problem mit Nazis – und mit Engel

Jamal Engel kann man aus verschiedenen Gründen einen Vorwurf machen. In der harmlosen Variante erscheint Engel als naiver Vereinsfunktionär, der nicht weiß, was in der eigenen Kurve abgeht. Wer hingegen nicht glauben mag, dass Engel auf den Kopf gefallen ist, kommt zu dem Schluss, dass der SGLL-Macher mit Nazis und Menschen, die deren Ideologie ganz oder in Teilen nahe stehen, kein Problem hat. Das wäre allerdings tatsächlich ein Problem – nämlich für die SGLL.










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55 Kommentare bisher
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  1. Gravatar of grün
    Kommentar von
    grün
    05.09.2011 um 21:06
    1

    Super Basti!
    Abgesehen von einzelnen Entgleisungen einiger Fans die jedoch sofort vom Nebenmann unterbunden wurden … gab es keine organisierten rechten Sprechchöre. Bei euch gab es organisirtes „Alerta ….“ „nIe wieder Deutschlan“
    Wenn man selbst dunkelrot ist sollt emna sich nicht wundern dass die ganze BÖSE restliche Welt auf einmal brauch erscheint.
    Nur ein Leutzscher …. ist für uns sowieso nicht rechts.
    Dan werden hier aus Leuten Nazies gemacht. Es ist eure einzigste Waffe aus der Verzweifelung herraus. Könnt ihr uns nicht einfach in Ruhe lassen und das sportlich in der Vordergrund stellen. Ahja der Name Roter Stern sagt ja schon aus welchen Stellenwert das sportlich hat. Eure Spieler die zum Schiedrichter petzten gehen. Unsere Spieler wurde von euch da hinten viel mehr bepöbelt ….
     
    Es ist Wahnsinn … ganz Fussball deutschland lacht über euch. Und dann noch Gerüchte über Lok in die Welt setztn. Ein paar Betrunken machtne sich einen Jux …. sonst sah ich keine Lokis … jedenfalls erkannte ich diese nicht.
     
    Ihr könnt euch nicht anders helfen um die Initiative wieder zu erlangen. Traurig aber war. warum ist ein NLG bei euch im Block …. warum wurden wir und andere friedluiche Fans und Kinder (in grün weiß) als Nazis beschimpft. Findet ihr euch wirklich so viel besser?! Oder habt ihr nur zu recihe Eltern und zu viel Freizeit?
    Ihr wollt so dermaßen gegen rechts sein (bei einer Selbstverständlichkeit … warum dann dauernd erwähnen) , dass ihr nicht merkt wie ihr deren Denkweise mit übernehmt und alle in einen Sack steckt.
     
    Ansonsten wars ein schönes Spiel …. euer Team wird sich wieder erholen.


  1. Gravatar of Storch
    Kommentar von
    Storch
    05.09.2011 um 21:19
    2

    Außer permanentes SGL-Bashing habt ihr BSG‘ler scheinbar nicht mehr viel zu tun. Ihr beschäftigt euch NUR noch mit SGL! Euer Verein scheint ja echt langweilig zu sein, oder warum tut ihr das? Fast jeder Blogeintrag von dir geht gegen die SGL – und das, obwohl ja dieser Verein so Sch**** ist. Früher oder später wird das alles auf euch zurückfallen – wenn dies nicht bereits der Fall ist. Ihr labert euch selbst ins Abseits! 

    Arm, ärmer, BSG!  

    Ach, und danke, dass du SGL-Fans wie mich, die eher zur Mitte-Links-Franktion gehören, pauschal als Nazi bezeichnest! Aber das zeigt einmal mehr, dass du wahrscheinlich die Weisheit gefressen hast und deine Ansichten gefälligst Gesetz sein müssen.

    Geh mal in dich und denk mal drüber nach. Ansonsten hast ein Problem, wenn in ein paar Jahren bei euch die Lichter ausgehen und eure jetzige Arroganz euch wie ein Felsbrocken auf die Füße fällt…


  1. Gravatar of chemie !!!
    Kommentar von
    chemie !!!
    05.09.2011 um 22:25
    3

    Ihr scheiß Wichser !!!!
     
    Ihr habt null Ahnung nur weil euer Politischer Scheißverein 10:0 gegen Chemie verloren habt, sucht ihr irgendwelche dummen und hohlen Ausreden!!!
    Unser Verein ist für jeden offen unsere Kurve ist unpolitisch hier ist jeder Willkommen und niemals kamen irgendwelche Nazi-Rufe!!!
    Scheiß Politik geht auf eure Demos und da könnt ihr euch mit den Scheiß Nazis und Bullen die Köpfe einschlagenb ihr Spasten !!!
    Die SG LL ist die einzigwahre BSG Chemie
    und nicht dieser vor kurzem gegründete Retortenverein Ball-SGAY
    bald bekommt ihr die Huckev voll ihr Wichsköpfe !!!

    bp: Das lasse ich einfach mal so im Raum stehen.


  1. Gravatar of Bastian (Chemieblogger)
    Kommentar von
    05.09.2011 um 22:49
    4

    @Storch: Ich habe niemanden pauschal als Nazi bezeichnet. Ich habe geschrieben, dass die SGLL-Fanszene „rechtsoffen bis offen rechts“ ist – und das trifft auch zu. Wer diskriminierende und Nazi-Parolen ignoriert, kleinredet oder nicht erkennt, toleriert das. Und das betrifft jeden, der im Block steht und nichts macht. Genau das meint rechtsoffen.


  1. Gravatar of Leipzigs Fußball « Schreiben für die Welt!
    5

    [...] Anfeindungen beim Pokalspiel gegen den Roten Stern zeigten. Genauere Ausführungen hierzu sind beim Chemieblogger zu [...]


  1. Gravatar of einfach ich
    Kommentar von
    einfach ich
    06.09.2011 um 0:40
    6

    Die ersten, ca 20 min, war es ein erstaunlich guter Support der ca 30 aktiven Sänger auf SGLL Seite, von der RSL war ab und zu was zuhören, aber nicht durchweg. Danach braucht man sich von RSL, bzw Diablos Seite, über die Reaktionen von SGLL Seite nicht beschweren.Wär Ostdeutsche Schweine ( wohl der Beteilgung der USP geschuldet ) oder nie wieder Ostdeutschland bzw Deutschland singt, muß mit Reaktionen rechnen und da muss man nicht rechts sein.Wer diskreminierende Gesänge anstimmt braucht sich nicht zu beschweren oder hier rumzuheuln.Denkt einfach an das Glashaus und legt die Steine wieder weg.


  1. Gravatar of Bastian (Chemieblogger)
    Kommentar von
    06.09.2011 um 1:01
    7

    „Nie wieder Deutschland“ – wer wird da „diskriminiert“? Etwa die Mehrheitsdeutschen?


  1. Gravatar of einfach ich
    Kommentar von
    einfach ich
    06.09.2011 um 1:11
    8

    Man sollte sich diesen Spruch erst mal durch den Kopf gehen lassen, wieso wahrt Ihr in Deutschland( Ostdeutschland ), wenn Ihr hier nicht sein wollt, demzufolge könnt Ihr ja auch nichts gehört haben, glaub nicht das die ca 700 SGLL Fans so laut geschrien haben, das es bis über die Grenzen hinaus zu hören war.Da Red ich noch mal mal von den Spruchbändern gegen die SGLL und den Gesängen dazu. 


  1. Gravatar of niemand hat die Absicht, Naziparolen zu grölen
    Kommentar von
    niemand hat die Absicht, Naziparolen zu grölen
    06.09.2011 um 4:35
    9

    http://vimeo.com/28640380
    Viel Spaß ihr blinden, tauben Pfeifen.


  1. Gravatar of Verbale Scharmützel « Brandis
    Pingback von
    06.09.2011 um 9:51
    10

    [...] “Braun statt Grün-Weiß: Nazis sind keine Engel” bei Chemieblogger [...]


  1. Gravatar of plagwitzer
    Kommentar von
    06.09.2011 um 10:20
    11

    Hallo
     
    Nun muss ich mich auch mal zu Wort melden.Ich war beim Spiel dabei,ihr schreibt die SGLL sind Nazis was ist dann mit den Kindern??Sind das auch Nazis???Was ist mit den Normalos??Auch Nazis ???? Der Spruchbanner am Oberen Norddamm hat doch gezeigt das nicht alle von der SGLL Nazis sind oder???Warum dann alle SGLLer sind Nazis,ich gehe auf demos gegen Nazis ich bekenne mich auch dazu die meisten wissen das,nur ich habe mich nach dem Tod des FCS für die SGLL entschieden,weil ich nicht für die Nazis bin sondern weil ich nicht mit den Diablos klar komme,aber das kennt ihr ja,ihr seid vor 3 einhalb Jahren auch mit einigen nicht klar gekommen.Ich bin stolz auf die Mannschaft eine junge dynamische SGLL Mannschaft.Durch dieses Spiel hat sich aber auch gezeigt bewiesen das nur lügen in den Foren der BSG geschrieben werden von einigen.Von wegen Widervereinigung.Ich sage Widervereinigung ade,wir brauchen keine Blau/Weiße oder Rote BSG wir haben unsere Chemie und das ist die SGLL.Ich gehöre zur Linken Frigatte und stehe zur SGLL,oder werde ich da nun als Nazi geaddet???Man muss unterscheiden können…Jede Mannschaft hat verschieden Menschen,Rassen im Verein und das sollte man untergliedern.Ich werd auch nie auf der Tribühne im Alfred Kunze Sportpark zusehen sein,mir ist es auch egal ob da ein Herr Gerlach drinnen steht.Ich muss den nicht mögen,aber er hat bei Fussball Spielen nie seine Rechtsradikale Seite gezeigt,es wurde auch nie etwas gemacht von seiner Seite aus.Klar wenn etwas wäre,würde man handeln,aber solange nix kommt,ist er ein Fan der SGLL früher  hat es auch keinen Interessiert beim FCS komischer Weise erst jetzt warum???Also ich wollte das nur loswerden,Und ich lasse mich nicht als Nazi beschimpfen,weil ich bin ein Zorro Gänger,ein Anti Nazi Demo Gänger und Conne Island Gänger…Also tut nicht immer die Ganze SGLLer als Nazis beschimpen.Danke
     
    Antifaschistische Grüße
     
    ein SGLL Fan


  1. Gravatar of einfach ich
    Kommentar von
    einfach ich
    06.09.2011 um 10:38
    12

    Bevor Ihr wieder Eure Hetzkampangen startet, schaut doch erst mal in die eigenen Reihen bzw Webseiten.Wer wünsche , zwecks nächsten Gegner im Pokal, Zitat ,, am liebsten Auschwitz, können wir mit der U-Bahn hinfahren“ Zitatende, duldet und belächelt, hatt jede Glaubwürdigkeit verloren.


  1. Gravatar of egal
    Kommentar von
    egal
    06.09.2011 um 13:21
    13

    Wenn man die Gästefans schon vor dem Stadion mit „teutonisch, barbarisch, wir leutzscher wir sind arisch“ begrüßt, muss man sich nicht wundern, wenn da was zurück kommt! Wenn man 90 Minuten lang zulässt, dass braunes Liedgut wie das Führerlied zum besten gegeben wird, muss man sich nicht wundern, wenn man nach dem Spiel als Nazi beschimpft wird! 


  1. Gravatar of Wayne
    Kommentar von
    Wayne
    06.09.2011 um 13:39
    14

    Ich bin einfach sprachlos. Einmal hat man Nichts gehört, dann beschwert man sich, dass das Ganze thematisiert wird und der Höhepunkt ist mal wieder, dass diese eindeutig rechtsextremen Parolen doch nur Reaktionen auf „linksextreme“ Provokationen seien und natürlich unpolitisch gemeint sind.
    Vielleicht habe ich auch etwas überlesen, aber hier wird „nur“ von einem Naziproblem bei der SGLL geschrieben und nicht, dass alle Fans, inkl. der Kinder, dieses Vereins, Nazis sind.


  1. Gravatar of Matze
    Kommentar von
    06.09.2011 um 13:52
    15

    Man muss unterscheiden können…Jede Mannschaft hat verschieden Menschen,Rassen im Verein und das sollte man untergliedern.

     
    Haha … wie geil ist das denn? Super … mehr davon!


  1. Gravatar of StrOiner
    Kommentar von
    StrOiner
    06.09.2011 um 14:26
    16

    Gut das ihr bei der BallSG alle so Links seid.
    Aus einem eurer Foren:
    http://screensnapr.com/v/rCbFV2.png 


  1. Gravatar of Randleipziger
    Kommentar von
    Randleipziger
    06.09.2011 um 14:34
    17

    Preisfrage: Wie kommt jemand darauf, im 21. Jhd. einen Fuballverein statt „Grün Weiß“, „Rot-Schwarz“, „SpvgG 07″ o.ä. ausgerechnet “ Roter Stern“ zu taufen?
    Möglichkeit 1: Es handelt sich um den Ex – Sportminister von Marschall Tito, der ohne die guten alten Zeiten nicht leben kann.
    Möglichkeit 2( weitaus wahrscheinlicher): Man sucht gezielt Zoff mit den „Kameraden von der anderen Feldpostnummer“, woraus eine Win-Win Situation resultiert: Im Siegesfalle heldenhafter antifaschistischer Widerstand, gibts was auf die Glocke armes Opfer faschistischen Terrors…
    Wie wir sehen, haben beide Varianten nichts, aber auch gar nichts mit dem Spiel auf dem grünen Viereck mit den weißen Linien zu tun. Dabei steht der Gewinner des Rattenrennens zwischen der roten und braunen Unterabteilung des Weltfaschismus  – was den Leipziger Fußball betrifft – längst fest: Ein relativ bekannter alpenländischer Getränkehändler und seine Markranstädter Betriebssportgruppe. Ein Vordringen dieses einfachen kausalen Zusammenhang in die Großhirne von Roten Sternen, Loitzscher Doitschen, U-Bahn- Fahrern und ähnlicher Protagonisten steht allerdings genausowenig zu erwarten wie das Aussterben des hartnäckigsten Irrglaubens der modernen Zeit “ Links=Gut“. Letzterem könnte ein einfacher “ Grundkurs Geschichte des 20. Jhd.“ sofort abhelfen, davor jedoch schützt unser hervorragendes deutsches Bildungssystem mit absoluter Zuverlässigkeit. Vielleicht zum Glück für diverse Gutmenschen und ihre medialen Sprachrohre, die sonst der Gleichberechtigung roter und brauner Verbrecher wegen außer auf Thor-Steinar-Klamotten auch noch Jagd auf Che-Guevara – Konterfeis, Sowjetsterne und Ulbricht-Kringel machen müßten. Da bleibt man lieber in seiner heimeligen selbstgemalten schwarz-weißen Welt…


  1. Gravatar of SGLL – Roter Stern: ein Nachtrag « RASH Leipzig
    18

    [...] Artikel zu besagter Problematik: Braun statt Grün-Weiß: Nazis sind keine Engel „Nur ein Leutzscher ist ein Deutscher“: Rechte Parolen trüben Pokalspiel im [...]


  1. Gravatar of Almir
    Kommentar von
    Almir
    06.09.2011 um 14:56
    19

    Wenn ich das alles lese und höre könnte ich nur noch kotzen. Die Einen sind komplett verdummt und grölen irgendwelche Nazi-Parolen im Kunze-Sportpark. Andere haben Angst, dass wenn sie im eigenen Stadion gegen diese Verdummung ankämpfen würden, sie am Ende noch der BSG die Hand reichen würden oder sind komplett desinteressiert. Und wieder andere haben nicht besseres zu tun als sich selbstgefällig auf die Schultern zu klopfen, da sie es geschafft haben endlich den anderen grün-weißen Verein als nazistisch zu entlarven.
    Das was ich derzeit im Leutzscher Fussball erlebe kann ich auch alles in einer Kleingartenkolonie haben. Es wird immer schlimmer. Ich hatte gehofft, die BSG Chemie guckt nur auf sich und gibt den Chemikern die Würde zurück, die sie solange vermissten. Dass sich aber auch von Teilen der BSG in diesem Kindergarten wohlig eingerichtet wird, ist enttäuschend (und dazu zählt für mich, dass sich Chemiker in den Gästeblock(!) ihres eigenen Stadions stellen; unabhängig von der Begegnung oder irgendwelchem Vereinigungstrara)


  1. Gravatar of dröhn
    Kommentar von
    dröhn
    06.09.2011 um 15:39
    20

    Um Fußball gehts hier aber schon lange nicht mehr. Dann kann man doch eigentlich auch ein „rein politisches Blog“ draus machen, oder?

    Ich kann Randleipziger da nur zustimmen, Gewinner wird wohl RBL sein und wenn ich mir die Kriegszüge der einen wie der anderen Seite so anschaue ist das noch nicht einmal das verkehrteste.


  1. Gravatar of Bastian (Chemieblogger)
    Kommentar von
    06.09.2011 um 16:53
    21

    Wer zu sehr frühen Einträgen in diesem Blog zurückblättert (ja, damals, als es die BSG Chemie noch nicht, sondern nur den FC Sachsen gab), wird lesen, dass ich bereits in meiner Zeit als glühender Verehrer des FC Sachsen Nazis in der Kurve kritisch thematisiert habe. Da ging es also nicht darum, einen anderen Verein zu bashen, sondern um Selbstkritik. Dass bei der BSG Chemie heute nicht mehr „Nur ein Leutzscher ist ein Deutscher“ gerufen wird, steht wohl nicht in meiner Verantwortung.

    @Almir: Ich könnte auch sehr gut mit der SG Leipzig-Leutzsch leben, wenn auf den Rängen nicht genau das passieren würde, was oben beschrieben wurde – denn in Bezug auf Faszination und Zuschauerzahlen kann die SGLL mit der BSG Chemie offensichtlich nicht mithalten.

    @dröhn: Welche Themen ich aufgreife, ist meine persönliche Angelegenheit. Ich schreibe über das, was mich interessiert und bewegt. Vor allem auch über Fankultur. Übrigens kommt kein Sportteil einer Qualitätszeitung ohne (sport-)politische Inhalte aus.


  1. Gravatar of dröhn
    Kommentar von
    dröhn
    06.09.2011 um 16:56
    22

    Ja, aber bei Dir liegt die gleiche Extremhaltung zugrunde wie auf der Gegenseite. Das ist das Problem, wie man ja momentan merkt.


  1. Gravatar of Gedöns
    Kommentar von
    Gedöns
    06.09.2011 um 17:10
    23

    Ihr habt doch alle eine an der Klatsche mit eueren Gehetze


  1. Gravatar of Sternstunden der Erkenntnis. « URS – Ultras Roter Stern
    24

    [...] Chemieblogger berichtet über organisierte Neonazis beim Spiel. LINK Einen Bericht gibt es auch auf französisch. LINK Und Tatort Brandis reicht Audioaufnahmen der [...]


  1. Gravatar of grün
    Kommentar von
    grün
    06.09.2011 um 22:41
    25

    Basty …. du/ihr habt keine Argumente!
     
    Hauptsache Propaganda … dass der SG möglichst Sponsoren und Zuschauer abspringen oder nicht neu hinzukommen.
    Komischerweise fallen alle Gegner des RSL rechts auf wenn es sich um etwas wichtigere Spiele handelt. Ganz komisch … dann müssten ja alles Teams aus Europa abgesehen von Bilbao, Babelsberg, St.Pauli, BallSg & RSl totale Nazi-Clubs sein und ihr seit die einzig normalen. Alle anderen sind böße.
     
    Wie eine Sekte seit ihr!


  1. Gravatar of Bastian (Chemieblogger)
    Kommentar von
    06.09.2011 um 23:29
    26

    @grün:

    Es fehlen die Argumente?

    Gegen Nazis und deren Parolen erlaubt das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland ein Widerstandsrecht. Demokratie bedeutet nicht, dass man auch Menschenfeinde und Antidemokraten tolerieren muss. Diese Grundüberzeugung lege ich nicht am Stadioneingang ab.

    Der Rote Stern wurde vielfach mit Demokratiepreisen ausgezeichnet, so etwa mit dem Julius-Hirsch-Preis des DFB.

    Die Verbände, allen voran der DFB, fordern von ihren Mitgliedsvereinen ausdrücklich ein, sich gegen Rassismus und Diskriminierung einzusetzen. Der Rote Stern macht das – und erhält dafür auch in allen Medien und in der Politik ein positives Echo.


  1. Gravatar of Storch
    Kommentar von
    Storch
    06.09.2011 um 23:31
    27

    „denn in Bezug auf Faszination und Zuschauerzahlen kann die SGLL mit der BSG Chemie offensichtlich nicht mithalten.“

    Na, dann macht nur weiter so. Ist aber fraglich, ob sich auf Dauer (außer den Duplos) noch jemand unter Denunzianten und Intriganten wohl fühlt…


  1. Gravatar of Leutzscher Lokisten | casual nothingness
    28

    [...] Audiomittschnitt: SG Leipzig Leutzsch vs. Roter Stern Leipzig “Engels”-Chöre Braun statt Grün-Weiss by Chemieblogger [...]


  1. Gravatar of Ronne
    Kommentar von
    Ronne
    07.09.2011 um 13:09
    29

    Grundsätzlich stimme ich almir zu. Weniger ist manchmal mehr. Der aufmerksame Zuschauer kann sehr wohl das Spiel und seine Begleitumstände einschätzen. Dazu bedarf es keines Nachtretens, schon gar nicht von BSG-Seite. Die Aufarbeitung der Begleitumstände und seiner Sanktionen sollte dem RSL, der SGLL und den relevanten Verbänden vorbehalten sein. Deine Anstrengungen und rhetorischen Talente wären bei Themen mit unmittelbarem Bezug zur BSG besser aufgehoben. Stellvertretend für eine sehr, sehr zugespitzte Darstellung mit Hang zur Pauschalierung: Die Assoziationen von „Rattenball“ zur NS-Propaganda. Solche Gedanken können wohl nur diesem Projekt entspringen.


  1. Gravatar of grün
    Kommentar von
    grün
    07.09.2011 um 16:19
    30

    @ Basyt …. DIe KPD (welche noch nen ganzes Stück extremer war als der ganz linkesextreme Flügel der Linken oder der damaligen PDS) wurden auch verboten wegen verfassungsfeindlicher Neigung.
    Euer Gedankengut ist kein Bisschen besser als dass der Nazis. Man muss nicht links sein um gegen rechts zu sein. Ganz einfach.
     
    Um weider aufs Thema zu kommen kam von uns wenig bzw. fast gar nichts in der Hinischt und schon gar nicht organisiert wie eure Sprechchöre!
     
    Aber es war ja von Anfang an klar dass ihr (mit durch die Duplos dazu beklingelt) von ANfang an Stimmung gegen uns machen werdet in der Hinsicht. Hauptsache Propaganda von falschen Tatsachen. Wer linkes brüllt bekommt normalerweise immer eine Gegenreaktion. Und ie wird bei euch automatisch als rechts eingestuft.
     
    Du und ihr vom RSl seit mir einfach nur suspekt. Vorher keine Freund gehabt oder wie und nun seit ihr in der Gruppe und die Helden …. man stellt euch vor den Spiegel!


  1. Gravatar of eisbär
    Kommentar von
    eisbär
    07.09.2011 um 16:49
    31

    Hallo zusammen,

    als Argument der Neutralität in der Fankultur der SGLL nennt ihr immer wieder die Kinder und Frauen.
    Natürlich ist Kind in zum mindest meißt politisch neutral, doch muss hier nicht gelten diese Neutralität gerade im Hinblick auf eine soziale Verantwortung – die man dem Fußball in keiner Weise absprechen kann – zu wahren?
    Mir ist es so ziemlich egal ob irgendwelche Neonazisgrößen bekennenden Fans der SGLL, weil in dem Moment wo man diesen eine öffentliche Bekenntnis zu irgendeinem Verein verwehrt handelt man keinen Deut besser.
    Die Frage ist doch nur gerade im Hinblick auf die Kurzen und politisch Neutralen- die ich der SGLL auch auf keinen Fall absprechen will- handelt man da klug und verantwortungsbewusst wenn man ihnen passiv nationalsozialistische Parolen ins Ohr legt?

    Natürlich ist Fußball in erster Linie Fußball und Politik ist Politik- doch verschwimmen nicht da wo mehrer Menschen mit individuellen Ansicht aufeinander treffen, durch den stattfindenden Austausch, immer die Linien? Und an dieser Schnittstelle gilt es doch sich nach außen hin nicht festgefahren zu präsentieren !!! und das scheint ja der Fall zu sein, sonst würde eine solche Diskussion und das ganze Tram Tram nicht stattfinden oder?
     


  1. Gravatar of Bastian (Chemieblogger)
    Kommentar von
    07.09.2011 um 18:36
    32

    Wenn ich Kommentare wie von @grün lese, habe ich das Gefühl, gegen eine Wand zu reden. Oder manche sind einfach nicht in der Lage, der Diskussion intellektuell zu folgen. Beispiel meine Person: Ich rege mich über Nazi-Parolen auf – und bin in den Augen einiger sofort ein „Linksextremist“ (Wer oder was ist das denn eigentlich?). Wohl dem, dessen Gedankenwelt so einfach gestrickt ist.


  1. Gravatar of Wayne
    Kommentar von
    Wayne
    07.09.2011 um 22:36
    33

    Ja, man muss nicht links sein um gegen rechts zu sein. Aber wer Naziparolen anprangert, ist linksextrem. Und die Linken sind schließlich genau so schlimm. Wenn nicht noch schlimmer.


  1. Gravatar of egal
    Kommentar von
    egal
    08.09.2011 um 0:57
    34

    @Grün
    „Wer linkes brüllt bekommt normalerweise immer eine Gegenreaktion.“ HAAAAALLOOOO wachst du mal auf!?! Lies doch mal was andere schreiben!!! Erst wurden die Spieler des RSL Mit dem U-Bahn Lied und „Teutonisch, barbarisch, wir Leutzscher wir sind arisch“ begrüßt und dann eine Stunde später die Fans des RSL, letztere eine Stunde vor Spielbeginn! Da wunderst du dich ernsthaft, wenn die angepisst sind und entsprechend reagieren: „Ihr habt den Krieg verlorn“ etc. Und sich dann noch aufregend wenn sich 150 BSG Leute zum RSL stellen. Was habt ihr erwartet? Soll sich die Leutzscher Jugend zu alten, dummen, rechtsoffenen Idioten stellen und sich mit selbigen fotografieren lassen wenn diese mal wieder völlig unzeitgemäßen Müll singen? Man brauch sich nur mal die Fotos anzuschauen, völlig egal ob bei der LVZ oder bei diversen SGLL Fans oder beim RSL, was fällt da auf? SGLL Blöcke=hässliche alte Kautze und halb leer. Gästeblock=jung gebliebene Menschen mit individuellen Charakter, völlig egal ob RSL, BSG oder RSL/BSG! 


  1. Gravatar of J.Meurer
    Kommentar von
    J.Meurer
    08.09.2011 um 7:46
    35

    So, Ziel erreicht! Ganz klar: Alles hat sich heftig in der Wolle und nun fragt Euch alle mal, wer davon profitiert: Diejenigen, die Fanszenen als Aussaat ihrer abstrusen, antidemokratischen Ideen betrachten! Es kotzt mich an, was aus dem Fußball gemacht wird. Nein, es ist kein spezifisch „Leipziger Problem“. Leipzig bietet nur hervorragende Voraussetzungen zur Installation „national befreiter Zonen“ und „linker Kommunen“ rund um Fußballvereine. Nach der Phase der Annäherung kommt die Phase der Okkupation der Szene. Jetzt befinden wir uns bereits in der Phase der organisatorischen Festigung und Strukturierung. Wie viel kriminelle ideologische Energie gehört eigentlich dazu, mit wechselseitigem Gehetze der Mehrheit die Freude an ihrem Verein und ihrem Sport nehmen zu wollen? Wie viel Dummheit gehört eigentlich dazu, diese Mehrheit schrittweise immer mehr in die Hände der Kommerzverbrecher zu treiben, die -neben „hochklassigem Fußball in absehbarer Zeit“-  genau diese Auswüchse ausschließen? Lasst endlich Eure Pfoten von unserem Sport, Ihr Demagogen und Rattenfänger = Lasst Eure Dreckspfoten von unserer BSG! Viele wollen eigentlich nur eins: Sauberen, fairen Sport im AKS unter dem Namen BSG Chemie Leipzig! Was einige wenige hier und anderswo tun ist abartig. Ich wäre für ein Bündnis der demokratischen Fußballfans, die sich endlich mal gegen diesen ganzen Mist zur Wehr setzen. Und um es auch gleich zu sagen: Der Demokrat ist nicht auf dem rechten Auge blind! Er setzt sich nur keine Augenklappe auf sein linkes Auge. Das schließt ein, dass man auf dem Boden der olympischen Idee denkt und handelt. Da braucht es dann nämlich keine parteipolitisch motivierten Hetzkampagnen mehr, weil diese Idee nun mal eindeutig ist. 

    Fakt ist, dass sich eine wachsende Zahl von Fans und Mitgliedern der BSG Chemie DAS auf keinen Fall bieten lassen wird. Die SGLL und ihr Umfeld sind uns egal. Es ist Sache der SGLL und des RSL, die Vorkommnisse bei diesem Pokalspiel zu bewerten und ggf. über den Fußballverband entsprechende Schritte einzuleiten. Es gibt weder eine Solidarisierung mit dem RSL, noch ist von Interesse, was ein Selbstdarsteller und Märchenerzähler wie Engel rumblubbert, für den CHEMIE immer noch ein Schulfach ist, bei dem er ziemlich schlecht ausgesehen haben muss. Und wenn, wie behauptet wird, sich alle die bei der SGLL sammeln, die bei Lok inzwischen (aus bekannten Gründen) Stadionverbot haben, dann ist mir auch das absolut Wurscht! Es ist Sache der SGLL, wie es vorher Sache von Lok war. Deshalb sind beide keine „Nazivereine“ und, darauf können sich einige Träumer aber absolut verlassen, die BSG keine „linke Zelle“. 

    Mit der gezielten Schwarz-Weiß-Demagogie wird erreicht, dass sich viele zurückziehen, weil sie sich in ihrer Ehre verletzt sehen. Mir geht es an die Ehre, wenn mich einer mit allem in einen Topf wirft, was bei RSL passiert oder was sich hier „links“ schimpft! Ich kann mich auch wehren, wenn ich dafür als „Nazi“ beschimpft werde, was ich nun wahrlich nicht bin. Und um es auch gleich zu sagen: Ich habe nichts gegen RSL! Bei zwei Spielen der BSG war ich dort und es war eine wunderbare Fußballatmosphäre. Aber ich bin dort nicht Mitglied oder Fan, sondern mein Verein ist die BSG! Und so lange das so ist, werde ich mich mich (gemeinsam mit „einigen“ anderen…) dafür einsetzen, dass unsere BSG keine Plattform für Spinner und Rattenfänger wird! Und, ja, Spieler und gewählte Funktionäre der BSG, die sich in der „ersten Reihe“ im RSL-Block zeigen müssen, handeln aus meiner Sicht absolut verantwortungslos! Wer nun wieder meint, ich würde „Wiedervereinigungsträume“ haben, auch der liegt falsch: Es wird keine Vereinigung mit einem Verein geben, der -geführt von einem Engel- seine sinnlose Gründung auf Selbstbefriedigung, Hass, Intrige und Lüge aufgebaut hat! So lange nicht klar ist, dass der Feind für die Zukunft von Chemie nicht die vermeintlich Linken oder Rechten sind die von der Situation nur profitieren, sondern der Verursacher dieser Situation, kann man denen auch nicht helfen bei der SGLL, die diesem ganz speziellen Rattenfänger noch hinterher rennen. Er kommt mir mit seinem Geblubbere im Ergebnis dieses Fußballspiels vor, wie Weiland der Zarte in seinen ersten Monaten als Präsident von Lok! Unterschied: Ein Kubald hat in der großen Zehe mehr Gripps, wie ein Engel im Kopp!

    Also: Hütet Euch, die BSG zu missbrauchen! Sie ist uns „Älteren“ zu wertvoll, als dass wir sie von selbstverliebten Spinnern instrumentalisieren lassen!  Dabei geht`s nicht um diese seltsame SGLL des Herrn Engel. Der und sein Clan werden nie verstehen, was Chemie wirklich ist. Aber es geht auch nicht um „Freundschaften“ zu RSL. Könnt Ihr nicht mal alle den sportlich-fairen Umgang über Eure teilweisen primitiven politischen Motive stellen? Wenn das nicht geht, dann müsst Ihr auch mit Gegenwehr rechnen, denn wer Wind sät, wird Sturm ernten. 


  1. Gravatar of obi
    Kommentar von
    obi
    08.09.2011 um 11:00
    36

     so sieht das aus, genau so!


  1. Gravatar of tee
    Kommentar von
    08.09.2011 um 16:30
    37

    dass diese stumpfe gleichsetzung von rechts und links, von national befreiten zonen und linken kommunen (ja SCHLIMM!!!) immer noch gebracht wird ist ein armutszeugnis ohnegleichen für die betreffenden. lernt doch endlich mal, euch auf inhalte zu beziehen und nicht auf eure bescheuerten ideologischen feindbilder!
     
    … und sich immer gleich mit angegriffen fühlen funktioniert auch nur über die höchst unhinterfragte identifikation mit dem“eigenen“ verein. traurig …


  1. Gravatar of Grobi
    Kommentar von
    Grobi
    08.09.2011 um 21:50
    38

    also zu „tee“ fällt mir nur immer wieder ein: „Was will uns der Dichter damit sagen?“ Alle deine Beiträge inhaltslos!!!
    und übrigens: auch im SMS-Zeitalter gilt: Substantive und Subjekte sollten mit einem Großbuchstaben beginnen!!!


  1. Gravatar of egal
    Kommentar von
    egal
    08.09.2011 um 22:33
    39

    @grobi
    dein kommentar ist genauso überflüssig wie die sgll!
    ganz im gegensatz zu j.meurers beitrag, welcher spannend zu lesen und nachvollziehbar ist, wenn ich auch inhatlich anderer meinung bin.


  1. Gravatar of tee
    Kommentar von
    09.09.2011 um 7:45
    40

    Klar, daß Leute mit solcher Leseschwäche unbedingt Großbuchstaben brauchen. Wird gemacht in Zukunft, auch wenn ich nicht glaube, daß das viel hilft. Denn ich habe den Eindruck, Grobi WILL gar nicht verstehen. Da ist dann auch Hopfen und Malz verloren.
    Beim (sehr seltenen) SMS benutze ich immer Großschreibung. Soviel Zeit muss sein.
     
    „Und, ja, Spieler und gewählte Funktionäre der BSG, die sich in der „ersten Reihe“ im RSL-Block zeigen müssen, handeln aus meiner Sicht absolut verantwortungslos!“
     
    ja, denn patriotismus muss schon sein! wo kommen wir denn hin, wenn die plötzlich alle vaterlands… ähh, vereinsverrat begehen würden!


  1. Gravatar of Hansi
    Kommentar von
    09.09.2011 um 9:04
    41

    Was wäre eine leutzschaffine Netzdiskussion ohne Basta-Rhetorik? Genau: Nichtexistent! Wenn man sich auf eines verlassen kann, dann auf ein altväterliches „Jetzt erzähl ich mal, wie es in echt ist!“ und ein sich direkt anschließendes „Ja! / Genau so! / Vollste Zustimmung“.

    Und wehe, es differenziert jemand, dann möge man ihm unbedingt seine „mangelhafte“ Rechtschreibung vorwerfen. Aber bitte: Nur nicht auf Inhalte eingehen! Lieber das hochnotwendige Anprangern von Verbalausfällen „als kriminelle ideologische Energie“ bezeichnen und diese en passant mit den Aussagen selbst in einen Topf werfen!

    Und zu der Aussage „Hütet euch die BSG zu missbrauchen! Sie ist uns Älteren zu wertvoll, um sie von selbstverliebten Spinnern instrumentalisieren zu lassen.“ – Welche argumentative Kraft steckt eigentlich in der Tatsache des gesteigerten Lebensalters? Im Grunde ist das doch nur noch ein Beharren auf der Traditionsidee, die ihre Augen vor den notwendigen Strukturwandlungen verschließt, die sich lieber in ein „Weiter so, weil wir das schon immer so machen!“ flüchtet, als endlich mal klare Kante gegen den Dreck zu bekennen, der unter ihrer sepiafarbenen Rückwärtsgewandtheit schlummert.

    Jetzt ist der Moment, sich gegen Rechts zu positionieren. Dazu muss man kein „Linker“ sein (was auch immer sich dahinter verbergen mag). Und schon gar nicht die „Linke“ beschimpfen.
     
     


  1. Gravatar of J.Meurer
    Kommentar von
    J.Meurer
    09.09.2011 um 11:37
    42

    Kein Mensch beschimpft „Linke“! Wenn sich manch Scheuklappen tragender Pseudolinker mal wirklich mit dem auseinander setzen würde, was ich meine (und auch geschrieben habe!), würde die Debatte nicht so einseitig verlaufen und vor allem nicht spalten sondern auf einem gemeinsamen Nennen Sportinteressierter zusammenführen. Es geht um pauschale Verurteilung, um Ausgrenzung und um die Okkupation des vermeintlichen Rechts zur alleinigen moralischen Instanz!
    Für mich ist die alleinige moralische Instanz ein humanistischer Denk-und Lebensanspruch und dieser schließt alles aus, was die Freiheit des Andersdenkenden begrenzt. Das gilt auch für den Sport! Da gibt es keine zwei Meinungen, denn Sport basiert immer auf fairem Umgang, auch wenn der Wettkampf noch so hart ist.
    Ich verschließe auch meine Augen nicht vor „notwendigen Strukturwandlungen“ (übrigens eine absolute Phrase, denn damit wird neuerdings alles „erklärt“, ohne wirkliche Aussagen zu treffen). Aber, und da lasse ich mich gern als „Traditionalisten“ beschimpfen, Wandlungen müssen nun mal nicht bedeuten, dass man sein Gehirn und seine Überzeugungen am Stadiontor abzugeben hat.
    Meine Meinung: Sport ist in keiner Form unpolitisch, denn er richtet sich nach Wertvorstellungen und erfüllt (im eigentlichen Sinn und nicht dem Unsinn und den Auswüchsen des Profisports nach) soziale Aufgaben!
    Für mich zählt die olympische Idee (zum Nachlesen:  http://www.trainer-plattform.de/index.php?id=1921 ) !!! Alles andere ist Missbrauch bzw. die gezielte und bewusste Ausnutzung von Fehlern, die aus kommerziell motivierter Ignoranz oder einfach aus der totalen Überforderung ehrenamtlicher Akteure entstehen.
    Gerade deshalb bin ich ein absoluter Gegner der RB-Entwicklung, verzweifle regelmäßig (als ehemaliger Leistungssportler) an meiner Lieblingssportart (Radsport./.Doping) und rege mich maßlos seit Jahren darüber auf, dass die Missachtung von präventiver und professioneller Fansozialarbeit (vor allem in Sachsen) dazu führt, dass politische Extreme Einfluss und Zugang auf/zu Fanszenen bekommen. Das gilt auch für frauenfeindliche oder homophobe Auswüchse, vor allem (aus persönlichen Gründen) aber für die Diskriminierung von Behinderten. Setzen wir uns aber nicht damit auseinander, driften die Leute genau dahin ab, wo die Rattenfänger jeglicher Coleur sie bereits erwarten.
    Mit großem Interesse habe ich gelesen, dass der Landessportbund s.g. „Demokratieberater“ ausbilden wird. Die Frage ist: Warum erst jetzt? Aber die Antwort: Lieber jetzt als nie!
    Mir haben hier viel zu viele ein Problem mit demokratischen und sportlichen Grundwerten und nehmen stets nur das Recht für sich in Anspruch, die einzig wahre moralische Instanz zu sein! Die dabei oft abstruse Vermischung der einfachsten humanistischen Grundwerte mit vermeintlich (!!!) linkem Denken und Handeln ist es, die mir die ganze Debatte als Dünnbrettbohrerei erscheinen lässt.
    Deshalb ist es einfach nur dümmlich, „Politik raus aus dem Stadion“ zu fordern.
    Aber die Forderung, dass politische Indoktrination und Einflussnahme aus dem Stadion gejagt gehören, dafür wieder mehr die Grundwerte (siehe olympische Idee) und deren strikte Einhaltung an Raum gewinnen müssen, bleibt!
    Ich bin nicht BSG-Mitglied, um „links“ zu sein! Meine Lebenserfahrung verbietet mir, mich mit den sich heute als „Linke“ bezeichnenden pauschal (!!!) zu identifizieren, weil die Verbrecher der Vergangenheit es sich unter dem Decknamen „Linke“ ziemlich kuschelig gemacht haben! 
    Ich bin BSG-Mitglied und Fan, weil ich in diesem Verein meine Ideale am besten gewährleistet sehe (siehe auch Leitbild der BSG), und, selbstverständlich, weil man nicht etwas aufgibt (nur weil andere mal ein, zwei oder drei Klassen höher in einem hochmodernen Stadion Millionen verbrennen), was einen ein Leben lang begleitet hat. Ich bin BSG-Mitglied und Fan, weil es zur Tradition unseres Vereins gehört, dass man nicht ausgrenzt!
    Meine Lebenserfahrung sagt mir, dass Ausgrenzung (oft aus geistiger BEgrenzung) eine Gegenwirkung entfaltet, die zu einer unkontrollierbaren Dynamik führt. 
    Die klaren Regeln des Sports verbieten all das, was hier nochmal überhöht wird. Und, nochmal, wer sich an diese Regeln nicht hält, muss mit entsprechenden Konsequenzen rechnen. Der DFB hat sich ja eineindeutig dazu positioniert und handelt auch entsprechend, soweit ich das nachvollziehen kann; und RSL hat ja wohl auch einen Preis für den demokratischen Teil seiner Vereinsarbeit erhalten (L.-Hirsch-Preis, wenn ich nicht irre = Respekt!).
    Muss man da noch provozieren und sich durch Präsenz aus der Verantwortung stehlen, wo eher Zurückhaltung gefragt wäre? Ich muss nicht zu einem Spiel gehen, wo mein Verein nicht aktiv ist! Noch dazu als Spieler oder gewählter Vertreter der BSG Chemie! Diesen Voyeurismus finde ich nicht nur unangebracht sondern zum Kotzen! Überspitzt: Da verreckt gerade ein Unfallopfer auf der anderen Fahrbahnseite jämmerlich, und „wir“ bleiben halt mal stehen, um auch ja keinen Blutfleck zu verpassen! Typisch DEUTSCH, dieses Scheißverhalten = dieser jämmerliche „Eventtourismus“! Es ist einzig und allein Sache dieser SGLL und des RSL, eventuell noch des zuständigen Fußballverbandes, die Vorkommnisse aufzuklären und Lösungen herbeizuführen. Das hat nichts mit Wegsehen zu tun! Klar hab ich eine Meinung zu dem Ganzen: Aus oben bereits genannten Gründen wird der Sport, unter Missachtung seiner ureigenen Regeln, missbraucht. Diesen Missbrauch haben wir alle über Jahre hinweg stillschweigend geduldet. Ich nicht, denn ich habe mich immer gegen Scheuklappen auf dem rechten und auf dem linken Auge gewehrt! Das hat mir manche Feinde eingebracht (bis hin zu üblen anonymen Beschimpfungen, denn ich wurde auch schon mal als „SS-Scharführer“ bezeichnet, weil mir nun mal die eingeschmissenen Scheiben von kleinen Connewitzer Läden ebenso widerwärtig sind, wie das Beschimpfen von Behinderten, Juden oder Schwulen!). Aber deshalb kusche ich nicht vor dem, was gerade mal „in“ ist. Und wenn einzelne Dümmlinge einen Anlass liefern, dann schreit alles auf, was sich als moralische Institution für „in“ empfindet. Es gibt ein Video und es gibt die lächerlichen Aussagen des „sauberen“ Herrn Engel dazu. Was also will man mehr, um sich ein Urteil zu bilden bzw. das Urteil über Herrn Engel um einen weiteren Punkt zu „bereichern“?
    Das alles macht unseren Sport ebenso kaputt, wie die jahrelange Ignoranz der Politik (gerade in und um Leipzig) oder die pauschale Verurteilung von Vereinen (erst Lok und jetzt die SGLL, denn ein Engel ist ebenso wenig der Sport, wie gewisse Brüllaffen, aber die Kinder im Verein und die vielen Leute, die sich nur mal ein Spiel ihrer Mannschaft ansehen wollten) oder die pauschale Erteilung von (politischen) „Unbedenklichkeitserklärungen“ gegenüber anderen Vereinen (RSL).
    So, und damit (Jawohl, BASTA!) müssen auch die umgehen, denen der olympische Gedanke als primitivste Diskussiongrundlage des Problems gänzlich unbekannt ist. Ich habe eine andere, differenzierte Meinung zu dem, was sich hier und anderswo vor, während und nach einem Fußballspiel aufbaut und ich verbitte mir, dass die BSG Chemie Leipzig e.V. mit diesen Auswüchsen auch nur in irgend einer Form in Verbindung gebracht wird! Und, jawohl, ich bin nicht allein, denn „Netzwerke“ sind nicht nur in irgendwelchen Internetplattformen vorhanden (manche sind auch real und basieren auf gemeinsamen Grundüberzeugungen) und haben zu dem die Eigenschaft, sich wirkungsvoll gegen Missbrauch zur Wehr zu setzen! Und ich kenne viele, die sich wehren werden und wollen, wenn die BSG Chemie als Mittel zum Zweck einiger politisch motivierter Selbstdarsteller missbraucht werden soll.   


  1. Gravatar of Sündenbock03
    Kommentar von
    Sündenbock03
    09.09.2011 um 12:42
    43

    @J. Meurer:
    Wenn ich deinen Link zur Grundlage deiner Forderungen nehme, dann gehe ich mit deinen Ansichten vollkommen d‘accord, heißt es in dieser Quelle doch:

    Die freiwillige Bindung an ethische Grundsätze im sportlichen Handeln wie Fairplay und Chancengleichheit
    Der Friedensgedanke und die Völkerverständigung, die von den Menschen Respekt und Toleranz im Umgang miteinander fordern
    Die Förderung emanzipatorischer Entwicklungen im und durch den Sport

    Dass das, was am Sonntag im Alfred-Kunze-Sportpark skandiert wurde, herzlich wenig mit diesen Grundgedanken zu tun hatte, sollte klar sein.
    Für viele ist aber jeder Hinweis darauf gleich wieder eine Instrumentalisierung bzw. Politisierung des Sports, und das darf nicht sein.


  1. Gravatar of J.Meurer
    Kommentar von
    J.Meurer
    09.09.2011 um 13:04
    44

    @Sündenbock
    Danke für die Blumen! Ich meine immer genau das, was ich sage!
    Gleichzeitig ist für mich nicht von Interesse, was da skandiert wurde. Es berührt die BSG Chemie nicht und ist Sache der SGLL und des RSL. Ich fühle mich an ethische Grundsätze gebunden und die besagen für mich auch, dass jeder seiner individuellen Verantwortung nachzukommen hat. Tut er das nicht, muss er sich mit entsprechendem Gegenwind auseinander setzen. Ich mische mich nicht in die Angelegenheiten anderer Vereine ein, so lange diese unseren Verein nicht schädigen und beeinträchtigen. Ich fühle mich als BSG-Mitglied und Fan von dem Geschehen am letzten Wochenende in keiner Weise betroffen und sehe keine Veranlassung, mich da mit der ganz großen „Moralkeule“ einzumischen. Passiert das bei der BSG, sieht die Sache anders aus. Und wird die BSG a.G. solcher Dinge mit in den Strudel hinein gezogen, weil Spieler und einzelne gewählte Leute unsensibel und verantwortungslos handeln (weil sie sich halt offen mit etwas identifizieren, was mit unserem Verein nichts zu tun hat), dann muss man reagieren. Die BSG Chemie darf für niemanden Mittel zum Zweck sein! Auch in solchen Zusammenhängen nicht. Außerdem gibt es Wichtigeres als die SGLL und einen Vereinsvorstand Engel, der sich als mindestens zwei der indischen Affen (nichts sehen + nichts hören) produziert. Das Beste wäre, dieser Typ würde den dritten auch noch machen und lieber nichts mehr sagen. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen und wer die BSG instrumentalisieren will, muss sich schon mit entsprechenden Gegenreaktionen konfrontieren. BASTA! 


  1. Gravatar of Sündenbock03
    Kommentar von
    Sündenbock03
    09.09.2011 um 15:28
    45

    Wer sich den angesprochenen Grundsätzen tatsächlich verbunden fühlt, der darf vor solchen Übeln nicht die Augen verschließen. Als Fan und Mitglied der BSG Chemie betrifft mich die Sache sehr wohl, weil auch die SGL sich als Repräsentant des Leutzscher Fußballs wähnt, dessen Ruf aufgrund solcher Vorkommnisse in seiner Gesamtheit geschädigt wird. Viele Außenstehende, die in die Leutzscher Lage weniger involviert sind, wissen doch gar nicht, dass es auch einen Verein gibt, in dem ein solches Gebaren nicht toleriert wird – nämlich die BSG Chemie.
    Würde sich jeder nur um „seins“ kümmern, wie du es forderst, kämen solche Vorfälle doch niemals ans Tageslicht, würden im Gegenteil verschleiert werden.
    Nichtsdestotrotz stimme ich dir vollkommen zu, dass eine politische Instrumentalisierung der BSG Chemie durch Dritte (Parteien, Organisationen) nicht tolerabel ist.


  1. Gravatar of J.Meurer
    Kommentar von
    J.Meurer
    09.09.2011 um 18:14
    46

    Da sind wir uns ja einig, was den letzten Satz von Dir betrifft. 
    Was allerdings dieser verlogene kleine Spottbürgermeister wieder ablässt, ist an Hohn nicht zu überbieten. Für den gab es doch auch kein Gewaltproblem im Leipziger Fußball, als Chaoten einen Fantreff platt gemacht haben. Warum hat ausgerechnet der denn der SGLL die Hauptpächterrolle zugeschoben? Jetzt heult der rum und fordert „Maßnahmen“. Tja, da hat er wohl mit dem Teufelchen ein Geschäft gemacht, der feine Herr. War wohl nix mit dem sauberen Dreiecksdeal zwischen Insolvenzverwalter, Hauptgläubiger und Rathaus zugunsten von Lügenbold24.de?! Das verstehe wer will, oder aber derjenige, welcher sich gerade seine feinstaubgereinigte Lunge rauskotzt bei so viel Opportunismus! Erst Augen und Ohren verschließen und dann immer hübsch auf fahrende Züge aufspringen, wen man die Mitfahrt nicht mehr vermeiden kann, um gut auszusehen im politischen Geschäft. „Linke“ halt: Porsche fahren und soziale Gerechtigkeit predigen…… 


  1. Gravatar of Sündenbock03
    Kommentar von
    Sündenbock03
    09.09.2011 um 19:54
    47

    Was du dort beschreibst, hat mit den Vorkommnissen am vergangenen Sonntag relativ wenig zu tun. Mich tangiert allerhöchstens peripher, welche Luxuskarossen linke Politiker ihr Eigen nennen. Mich interessiert (und nervt), dass einige Fans der SGL den Ruf des Leutzscher Fußballs beschmutzen.
    Darum und um nichts anderes geht es in diesem Artikel.
    Den Hauptpächterstatus hat die SGL in meinen Augen erhalten, da sie die Mannschaften des FCS-Nachwuchses aufgenommen hat. Wenn man objektiv ist, ist diese Entscheidung nachvollziehbar. Alles andere sind krude Verschwörungstheorien der gleichen Kategorie, wie man sie gerade an anderer Stelle über „die bolschewistische“ Allianz zwischen RSL und BSG verfolgen darf (unsagbar peinlich).


  1. Gravatar of J.Meurer
    Kommentar von
    J.Meurer
    10.09.2011 um 0:02
    48

    Es geht hier nicht um „Verschwörungstheorie“ sondern um meine tiefe Abgneigung gegenüber Opportunismus und diese „Zeitgeistlinken“, die immer hübsch mit dem gerade angesagten „linken Strom“ schwimmen, aber vor den tatsächlichen Problemen die Augen verschließen bzw. sie unter den Tisch fallen lassen. So, und nun Zwiegespräch beendet, denn auch über die Problematik der Begründung für die Pachtentscheidung bin ich grundsätzlich anderer Meinung. 


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  1. Gravatar of Inch
    Kommentar von
    27.09.2011 um 8:27
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    Ich habe sowieso nie verstanden, wieso die Fans des Leutzscher Vereins, egal wie er grad hieß, plötzlich als links galten. Da haben sich ein paar Rote Strene- Supporter wohl was schön geredet, weil man/frau ja irgendwie was rechtfertigen musste. Ich gehe hier in L.E. seit 1974 zum Fußball, also als Zuschauer. Und die ersten Fans, die mir ihren Rassismus offen und textlich untermauert darstellten, waren die Chemiefans mit ihrem, auch gern auf Jacken und Fahnen gekritzelten Spruch: Nur ein Leutzscher ist ein Deutscher.
    Deswegen hat mich ihr angebliches Linkssein Jahrzehnte später verwirrt. Um so mehr, als ich bei einem Spiel des Roten Stern mal einen „befreundeten“ Chemi-Fan“ (oder hießen die damals gerade FC Sachsen?) erleben durfte und mich wunderte, dass er so ungehindert seine Hasstiraden in Richtung Gegengerade schreien durfte.
    Einen Typen wie T. Gerlach dort zu finden, wundert mich daher  nicht.


  1. Gravatar of Jenenser
    Kommentar von
    Jenenser
    18.10.2011 um 19:50
    53

    …lokale „Nazigrößen“, „Thor Steinar Träger“,“U-Bahn-Lieder“usw. sind einfach nicht mehr existent bei uns und so ist die SGLL wohl nicht ohne Grund in der rechten Ecke zu finden!! Und „Links“ mit „Rechts“ gleichzusetzen bedarf wohl keines Kommentares!!
    Fußball ist auf seine Art u. Weise schon immer ein „polit. Ventil“ und wenn es DDR-Zeiten bei Freistößen „Die Mauer muß weg“ Gesänge waren!!
    Gegen Rassismus zu sein sollte nun mal auch ne Grundeinstellung für jeden sein und ist demzufolge auch keine Politik….bin ich nun nen Linker ihr s/w-Denker?
    Armes „Fußball-Leipzig“,,,…schauen uns das jetzt mal selber an am 26.11. , aber werden beim Roten Stern stehen ;)
    P.S.:Hoffe, ich steh nicht hinter irgendwelchen Staatsflaggen.
    …..NAZIS RAUS!!  …NUR DER FCC……………….


  1. Gravatar of Mein bester Freund, das ist nicht irgendwer « Brandis
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