Das verhinderte Derby
Donnerstag, 9. Dezember 2010, 19:40 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 9. Dezember 2010, 19:50 Uhr
Abgelegt unter: FC Sachsen Leipzig, Fußball & Politik

Das für kommenden Sonntag geplante Derby zwischen dem 1. FC Lok und dem FC Sachsen Leipzig wurde zum dritten Mal abgesagt. Schuld daran hat das Wetter – und die Politik. Die viel zu lange Geschichte des 86.* Derbys

Hochwasser, DFB-Länderpokal, Schnee- und Eischaos – die Gründe, warum der Oberliga-Terminplan die Partie des 1. FC Lok gegen den FC Sachsen seit mittlerweile vier Monaten vor sich her schiebt, sind ebenso vielfältig wie kurios. Am kommenden Sonntag sollte das Leipziger Ortsderby Probstheida gegen Leutzsch nach zwei Absagen endlich über die Bühne gehen. Doch Eisregen, Schneemassen und drohendes Tauwetter machen die Austragung der Partie an diesem Wochenende unmöglich. … weiterlesen





„More Than Life“: Die Diablos machen seit zehn Jahren Theater
Samstag, 4. Dezember 2010, 15:25 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Montag, 6. Dezember 2010, 13:46 Uhr
Abgelegt unter: Abseits des Platzes, BSG Chemie Leipzig, Fanszene, FC Sachsen Leipzig

Zehn Jahre Diablos: Die Leutzscher Ultras feiern Geburtstag und können auf eine aufregende Geschichte zurückblicken. Eindrücke und Gedanken von den offiziellen Feierlichkeiten

Offizielles Plakat (zum
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„Jeansjackenchoreos“ auf dem Norddamm, eine „kuttige“ Szene, irgendwie „zu assi“: Wie die Zwickauer Ultras Red Kaos heute die Fanszene des FC Sachsen Leipzig anno 2000 einschätzen, steht stellvertretend für eine Bewegung, die Ende der 90er Jahre auch im Fußballosten zunehmend populärer wurde und sich anschicken sollte, die Stimmung in den Stadion zu revolutionieren. Dessen bedurfte seinerzeit nicht zuletzt der FC Sachsen dringend. Der Norddamm, Sinnbild der Leutzscher Hölle der 70er und 80er Jahre? De facto stillgelegt. Die Fanstruktur? Überaltert. Die Stimmung? Nicht gerade unter nennenswert zu verzeichnen. Die tiefe Krise, in der sich die Leutzscher Fanszene zur Jahrtausendwende befand, war – so kann man heute sagen – das beste, was der grün-weißen Fankultur passieren konnte. Denn sie war Ausgangspunkt und Geburtsstunde einer Subkultur, die im Laufe der Zeit einen unverwechselbaren Stil entwickeln und gestern ihr zehnjähriges Bestehen feiern konnte.

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