Red Bull verleiht manchmal auch kurze Beine
Dienstag, 23. Juni 2009, 18:15 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 4. August 2010, 12:27 Uhr
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Vor drei Jahren wollte Red Bull schon einmal den Leipziger Fußball beflügeln. Das avisierte Opfer: der FC Sachsen Leipzig. Damals interviewte die Redaktion des legendären Chemie-Fanzines Culthoch64 Moritz Grobovschek, den Vorstandsvorsitzenden des SV Austria Salzburg. Wie der Violett-Weiße heute den Red-Bull-Einstieg in Markranstädt bewertet, zeigt ein Gastbeitrag von Culthoch64-Redakteur A. Raithel

Nun ist es also passiert. Red Bull hat in Leipzig den Weg des geringsten Widerstands gewählt. Eine widerspenstige Fanszene gibt es in Markranstädt nicht. Nennenswerte Proteste sind nicht zu erwarten.

Aber was eigentlich erwartet den Fan, wenn in acht Jahren die Bundesliga erreicht ist? Welchen Kommunikationsstil pflegt eigentlich dieser Konzern, der nun Fußballfilialen in Salzburg, New York und Markranstädt besitzt? Warum eigentlich investiert Red Bull gerade in Markranstädt und nicht Cottbus, Aue oder Rostock?

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Red Bull in Leipzig: The fan base’s hopes and fears
Montag, 22. Juni 2009, 23:58 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Dienstag, 23. Juni 2009, 0:13 Uhr
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Red Bull has taken over the small football club SSV Markranstädt on the outskirts of Leipzig. The new club RasenBallsport is expected to lead Leipzig to the German Bundesliga. Although the city is yearning for prime class football, the resistance among the local fan side is raising

Leipzig on a Saturday night. Red Bull wants to capture the trendy and alternative southern district Connewitz. A completely branded car is supposed to campaign for Red Bull in front of a popular disco but it doesn’t help. A group of Members of the “Diablos”, the Ultras of BSG Chemie Leipzig, attacks the car. Its driver is forced to escape. This scene gives a foretaste of how hard the first season of the new founded Club, ruled by Red Bull, RasenBallsport Leipzig is going to be.

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Hopp, VW und Red Bull: Über ungleiche Fußball-Wohltäter
Donnerstag, 11. Juni 2009, 15:46 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 2. Dezember 2010, 11:03 Uhr
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Der Red-Bull-Einstieg in der Fußballbrache Leipzig wird in den Fanszenen häufig mit den Projekten „Hoppenheim“ und „VW Golfsburg“ auf eine Stufe gestellt. Doch das ist falsch. Eine Hintergrundanalyse

Sie ist mal wieder am kochen, die Fanseele. Das geplante Engagement von Getränkegigant Red Bull beim SSV Markranstädt erregt die Gemüter, wird nicht nur in Leipzig kontrovers diskutiert. Es soll doch um ehrlichen Fußball gehen, der die Fahne der Tradition hochhält – so oder ähnlich ist es aus Fankreisen vor allem der Bundesligisten zu hören. Doch für alle gilt: Profifußball ist eine Industrie mit kommerziellen Interessen. Der Fußball ist zum Produkt verkommen, der Fan zum Kunden. Und nicht selten sitzen diejenigen, die Red Bull am vehementesten kritisieren, in demselben Kommerzschnellboot.

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„… ganz oben feiert Mateschitz den Meistertitel“
Donnerstag, 4. Juni 2009, 20:43 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 2. Dezember 2010, 11:01 Uhr
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Red Bull verleiht dem SSV Markranstädt und damit Fußball-Leipzig Flügel. Nichts Genaues weiß man (noch) nicht, aber die Blätter rauschen schon einmal. Eine internationale Presseschau

Warum der österreichische Red-Bull-Konzern in Deutschland eine dreistellige Millionensumme investieren will, beantwortet Rolf Heßbrügge (oe24.at / Österreich):

Insgesamt macht Red-Bull-Boss Didi Mateschitz (65) über 100 Millionen locker für seinen 10-Jahres-Plan. Am Ende dieses Zeitraums will man auf Augenhöhe mit Branchenriesen wie Bayern oder Schalke sein – und die Champions League anpeilen. Mateschitz weiß genau: In Deutschland kassieren die Klubs bis zu 30 Millionen Euro TV-Gelder pro Saison (in Österreich maximal eine Million). Mit einem deutschen Klub ist das Traumziel „Königsklasse“ also viel leichter erreichbar für Red Bull.

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